Eine Flugreise mit Baby wirft bei den Eltern meist zahlreiche Fragen auf. Schließlich übernehmen sie die Verantwortung für ihr Kind und wollen sichergehen, dass sich ihr kleiner Schatz rundum wohlfühlt. Immerhin soll der Flug nur der Auftakt zu einem unvergesslichen Urlaub sein. Damit Sie sich auf die Vorfreude konzentrieren können, haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt.

Baby mit Mutter im Linienflugzeug

Ab welchem Alter darf mein Baby fliegen?

Das liegt im Ermessen der Fluggesellschaft: Jede Airline hat eigene Regeln, die zum Teil deutlich voneinander abweichen. Einige Fluglinien nehmen Babys schon 48 Stunden nach der Geburt mit an Bord, andere geben erst eine oder zwei Wochen später grünes Licht. Manchmal ist auch ein ärztliches Attest für den Flug notwendig. Dadurch führt leider kein Weg daran vorbei, dass Sie sich direkt bei der Linienfluggesellschaft informieren müssen, wenn Sie mit Ihrem Baby fliegen möchten.

Über die grundlegende Erlaubnis hinaus stellt sich die Frage, ab wann Sie und Ihr Baby sich wohlfühlen. Deshalb warten viele Eltern zunächst ein paar Monate ab, bis ihr Kind schon etwas orientierter ist. Auch die Herausbildung des eigenen Immunsystems spielt in den Überlegungen oft eine Rolle: In den ersten Monaten profitiert das Baby von einem Immunschutz, der noch im Mutterleib aufgebaut wurde. Doch dieser hilft nicht gegen einige Krankheiten wie z.B. die Grippe – angesichts der vergleichsweise hohen Infektionsgefahr in einem Flugzeug ein mögliches Problem. Dementsprechend möchten manche Eltern warten, bis sich ihr Baby einen eigenen Immunschutz aufgebaut hat.

Welche Reisedokumente werden benötigt?

Schon unmittelbar nach der Geburt benötigen Babys für ihre Reise einen Pass. Die beste Lösung ist meistens der Kinderreisepass, denn die Bearbeitungszeit ist recht kurz und der Pass kann bei Bedarf aktualisiert werden, wenn sich z.B. die Augenfarbe Ihres Babys ändert oder es einfach mit der Zeit dem Passfoto überhaupt nicht mehr ähnlich sieht.

Für manche Reiseländer wie zum Beispiel die USA ist ein elektronisch lesbarer Pass mit Chip sinnvoller, da sich nur so hoher bürokratischer Aufwand bei der Einreise vermeiden lässt. Von einem Personalausweis wird bei Babys abgeraten, da dieser mit langen Antragszeiten verbunden ist und dann keine nachträglichen Änderungen mehr zulässt. So müssen Sie jedes Mal einen neuen Personalausweis beantragen, wenn Ihr Kind seinem Passfoto nicht mehr ähnelt. Und gerade in den ersten Lebensjahren kann das ganz schnell gehen!

Braucht mein Baby ein eigenes Flugticket?

Bis Babys zwei Jahre alt sind, dürfen Sie auf dem Schoß ihrer Eltern reisen. Damit sparen Sie die Kosten für ein Flugticket, wenngleich der Flug meist nicht vollkommen kostenlos ist. In der Regel zahlen Sie einen Pauschalpreis für Ihr Baby, der aber deutlich günstiger ausfällt als der Preis für ein reguläres Flugticket.

Sobald Ihr Kind einen eigenen Sitzplatz braucht, ist auch ein eigenes Flugticket Pflicht. Manche Fluglinien bieten verbilligte Preise für Kinder an, doch mit 75 % des regulären Ticketpreises müssen Sie auch dann rechnen.

Gibt es Alternativen dazu, das Baby auf den Schoß zu nehmen?

Baby im Flugzeug im Bassinet

Natürlich ist es nicht immer die bequemste Lösung für Eltern und Kind, das Baby die ganze Zeit auf den Schoß zu nehmen – gerade auf einem Langstreckenflug. Zum Glück gibt es Alternativen, um die Sie sich aber im Vorfeld kümmern sollten. Sie haben immer die Option, einen regulären Sitz für Ihr Baby zu buchen, selbst wenn dies aus Altersgründen noch nicht vorgeschrieben ist. Dort kann Ihr Kind je nach Alter in einer Babyschale oder auf einem Kindersitz sitzen. Beides müssen Sie selbst mitbringen, wobei das Modell für die Nutzung im Flugzeug zugelassen sein muss.

Die meisten Linienflugzeuge können in der ersten Reihe ein Kinderbettchen in der Wand einhaken. In diesem so genannten Bassinet können Sie Ihr Baby zum Schlafen hinlegen. Dabei ist es natürlich bestens gesichert, liegt warm und bequem. Allerdings sollten Sie unbedingt im Vorfeld Kontakt mit der Airline aufnehmen, wenn Sie ein Bassinet nutzen möchten. Einerseits müssen sie das Bettchen und die damit verbundenen Sitzplätze rechtzeitig reservieren. Andererseits hat jede Fluggesellschaft andere Gewichts- und Altersgrenzen für das Bassinet.

Kommt ein Baby mit dem Druckausgleich bei Start und Landung klar?

Jeder kennt das charakteristische Knacken im Ohr, das während der Start- und Landephase entsteht. Hier reagiert der Körper auf die Veränderung des Luftdrucks und sorgt für Ausgleich. Viele Reisende unterstützen dies durch bewusstes Schlucken, meist mit der Hilfe von Kaugummis oder Bonbons.

Auch der Körper eines Babys kann den Druckausgleich bereits selbstständig herstellen. Allerdings können sie noch nicht bewusst schlucken und dadurch ihren Körper unterstützen. Deshalb ist es hilfreich, wenn Sie Ihr Baby zum Schlucken animieren. Natürlich kommen Kaugummis und Bonbons hier noch nicht infrage. Doch Stillen oder ein Schnuller fördern das Schlucken und sind somit sehr empfehlenswert.

Baby auf dem Schoß der Mutter

Ist Babynahrung an Bord?

Sie können davon ausgehen, dass nahezu jedes Flugzeug einen Grundvorrat an Babynahrung mit an Bord hat. Allerdings dürfen Sie keine vielfältige Auswahl erwarten. Sollte Ihr Baby also Probleme mit Unverträglichkeiten haben oder einfach nur sehr wählerisch sein, haben Sie am besten eigene Babynahrung dabei.

Die gute Nachricht: Die üblichen Beschränkungen für Flüssigkeiten im Handgepäck gelten für flüssige Babynahrung nicht – auch nicht für abgepumpte Muttermilch. Alle Flüssigkeiten, die Ihr Baby betreffen, müssen Sie für die Sicherheitskontrolle in einer durchsichtigen Plastiktüte aufbewahren. Sie dürfen aber auch mehr als 100 ml mit sich führen.

Kann ich einen Kinderwagen mitnehmen?

In den meisten Fällen können Sie einen Kinderwagen kostenlos als zusätzliches Gepäck aufgeben. Dabei sollten Sie allerdings darauf achten, dass er sicher und stoßfest verpackt ist. Unter Umständen ist es möglich, den Kinderwagen erst beim Boarding dem Kabinenpersonal zu übergeben, so dass Sie ihn bis zum letzten Moment nutzen können. In diesem Fall müssen Sie ihn allerdings bei der Sicherheitskontrolle komplett ausleeren, damit er von den Sicherheitskräften geprüft werden kann. Ins Handgepäck passen dagegen nur die kleinsten Faltbuggys. Bitte fragen Sie beim Abgeben direkt nach, wann und wo Sie den Kinderwagen zurückerhalten. Je nach Fluggesellschaft kann dies beim Aussteigen oder am Gepäckband der Fall sein.

Sollte mein Baby krank fliegen?

Wenn Ihr Kind erkältet ist, sollten Sie vorsichtig sein und besser mit einem Arzt Rücksprache halten. Unter Umständen behindert die Erkältung den Druckausgleich im Ohr und Ihr Kind leidet in der Start- und Landephase unter heftigen Ohrenschmerzen. Im Extremfall können daraus sogar Verletzungen des Trommelfells resultieren.

Bei sonstigen Kinderkrankheiten wie z.B. Windpocken sollten Sie ebenfalls auf den Flug verzichten. Einerseits benötigt Ihr Baby unter diesen Umständen Ruhe, die es bei einer Flugreise nicht finden wird. Andererseits ist es natürlich ein Ansteckungsrisiko für die anderen Fluggäste, so dass die Airline den Flug im Normalfall nicht erlauben wird.

Wenn Ihr Kind den Flug antreten soll, gerade weil es schwer krank ist und am Ziel der Reise im Krankenhaus behandelt werden soll, bietet sich das Linienflugzeug ebenfalls nicht an. Die medizinischen Möglichkeiten an Bord reichen nicht aus, um ein schwer krankes Kind zu versorgen. Ein Ambulanzflugzeug ist hier die bessere Option.

Welche Vorteile bietet ein Privatjet für das Fliegen mit Baby?

Cessna Citation 550 Bravo

Das Fliegen im Privatjet ist wesentlich angenehmer als in einem Linienflugzeug – natürlich auch für Eltern und ihr Baby. Der Check-In verläuft wesentlich schneller, so dass Sie nur 30 Minuten vor dem Abflug am Flughafen sein müssen. Außerdem reisen Sie nicht zusammen mit Fremden und müssen sich dadurch nicht um die Ansteckungsgefahr für Ihr Baby sorgen. Auch darüber hinaus wird Ihr Kind nicht von anderen Mitreisenden gestört.

Während des Flugs genießen Sie deutlich mehr Freiheiten und einen besseren Service als im Linienflugzeug: Selbstverständlich wird Ihnen an Bord die bevorzugte Babynahrung serviert, sofern Sie uns im Vorfeld entsprechend informieren. Auch entsprechende Sitz- und Liegemöglichkeiten für Ihr Kind lassen sich problemlos arrangieren. Da die Vorgaben für Gepäck nicht so starr sind wie bei einer Linienmaschine ist es meist auch kein Problem, den Kinderwagen mit in die Kabine zu nehmen, so dass er unmittelbar nach dem Aussteigen zur Verfügung steht.

Preislich macht es für Sie übrigens keinen Unterschied, wenn Sie mit Baby reisen. Ein Privatjet wird ohnehin komplett gemietet und für ein Baby als zusätzlichen Passagier ist nahezu immer Platz. Dementsprechend fallen keine zusätzlichen Kosten für Sie an.

Jetzt Kontakt aufnehmen

Wir stehen 24 Stunden täglich zu Ihrer Verfügung, wenn Sie ein Privatflugzeug mieten möchten. Falls Sie mit Ihrem Baby fliegen möchten, kümmern wir uns um alle notwendigen Arrangements. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung:

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