In Europa sind rund 250 Millionen Pkw zugelassen, dazu kommen noch einmal etwa 40 Millionen Nutzfahrzeuge. Gleichzeitig waren allein in Europa im Jahr 2018 über 1,1 Milliarden Menschen per Flugzeug unterwegs und weitere 8 Milliarden Personen nutzten die Bahn. Nie war der Mensch mobiler als im 21. Jahrhundert, wobei diese Mobilität nicht nur durch die entsprechenden Verkehrsmittel, sondern auch durch eine Politik unterstützt wird, die das Reisen vereinfacht.

Heute ist es in Europa möglich vom Polarkreis im Norden von Schweden oder Norwegen bis nach Gibraltar im Süden Spaniens zu fahren, ohne an einer Zollschranke halt machen zu müssen. Aber auch das weltweite Verreisen ist längst zum Kinderspiel geworden. Wer es darauf anlegt, kann per Linienflugzeug in drei Tagen die Welt umrunden. Ein Flug von Frankfurt am Main nach New York dauert beispielsweise gerade einmal 7 Stunden.

New York City

Auch wenn das Reisen schneller und auch sicherer geworden ist, bleibt das Risiko eines Unfalles oder einer Erkrankung während eines Auslandsaufenthalts bestehen. Dabei nützen Statistiken wenig, die auf die sinkenden Zahlen bei Verkehrsunfällen in den meisten europäischen Ländern hinweisen. Wen es erwischt, sei es nun beispielsweise ein Unfall im Straßenverkehr oder eine Erkrankung, der findet sich mitunter in einem Krankenhaus wieder, in dem die Menschen eine fremde Sprache sprechen, das Essen für den Gaumen eher gewöhnungsbedürftig ist und Verwandte sowie Freunde weit weg sind, sodass ein kurzer Besuch am Krankenbett eher nicht infrage kommt. In dieser Situation haben die betroffenen Personen meist nur zwei dringende Wünsche: Den Wunsch nach schneller Genesung und natürlich den Wunsch, schnell zurück nach Hause zu können. Beides hängt nicht selten zusammen.

Wann ist ein privater Krankenrücktransport aus dem Ausland sinnvoll?

Es gibt verschiedene Faktoren, die für einen privat organisierten Krankenrücktransport sprechen: so etwa die voraussichtliche Dauer des Aufenthalts in der Klinik im Ausland sowie die in dieser Zeit anfallenden medizinischen Behandlungen. Dabei stellt sich immer auch die Kostenfrage und nicht zuletzt das eigene Vertrauen in das Leistungspotenzial der dortigen Mediziner.

Nicht selten ist auch die schlechte Verständigung ein Problem: Auch wenn Englisch inzwischen zur Weltsprache geworden ist, spricht sie längst nicht jeder oder jede so perfekt, dass komplizierte medizinische Zusammenhänge verstanden werden. Verständigungsschwierigkeiten führen aufseiten des Patienten zu Unsicherheiten und Ängsten. Das ist nun wiederum etwas, was den Heilungsprozess stark verlangsamen kann. Denn letztlich heilt sich der Körper selbst, die Medizin unterstützt dabei nur.

Die Selbstheilungskräfte werden aber dann am ehesten mobilisiert, wenn sich der oder die Patientin im seelischen Gleichgewicht befindet. Stress und Ängste verhindern den Prozess. Deshalb kann ein Krankenrücktransport schon sinnvoll sein, wenn der Klinikaufenthalt nur eine Woche dauert. Ist jedoch abzusehen, dass mehrere Wochen für die Genesung erforderlich sind, sollte der Krankenrücktransport im Interesse der eigenen Gesundheit umgehend erfolgen.

Mit welchen Verkehrsmitteln erfolgt ein Krankenrücktransport?

Für die Durchführung eines Krankenrücktransports aus dem Ausland muss das gewählte Verkehrsmittel bestimmte Kriterien erfüllen. Es muss so ausrüstbar sein, dass die klinische Behandlung während des Transports aufrechterhalten wird. Außerdem muss es zugleich schnell genug sein und einen schonenden Transport ermöglichen. Folgende Verkehrsmittel haben sich in gewissem Rahmen in der Vergangenheit bewährt:

  • Krankenwagen
  • Helikopter
  • Linienflugzeug
  • Ambulanzjet

Der Krankenwagen wird als Zubringerfahrzeug meist mit anderen Verkehrsmitteln, wie dem Flugzeug, kombiniert. Er kann aber auch bei kürzeren Strecken als alleiniges Fahrzeug eingesetzt werden. Etwa dann, wenn die Verlegung im grenznahen Bereich erfolgt und die Routenführung eine unterbrechungsfreie Fahrt gewährleistet.

Der Helikopter hat den Vorteil, dass er direkt von Klinik zu Klinik fliegen kann. Jedoch besitzt er eine geringere Reichweite und recht wenig Platz an Bord, weshalb der Helikopter häufig eher für kurze Strecken eingesetzt wird.

Linienflugzeuge sind durchaus für Krankenrücktransporte einsetzbar. Viele Luftfahrtgesellschaften bieten diese Option an, selbst Liegendtransporte und eine Intensiv-Betreuung sind möglich. Dabei muss jedoch auf die Gesamtdauer des Transportes sowie eine Vorlaufzeit von 1 bis 2 Tagen geachtet werden. Nur wenn sich die Kliniken im Startland sowie im Ankunftsland in der Nähe des jeweiligen internationalen Flughafen befinden, lässt sich die Transportzeit auf ein erträgliches Maß für den Patienten reduzieren.

Auch wenn der Flug in der Regel ruhig verläuft, sollte ihm keine stundenlange Ab- und Zufahrt zu den Klinken vorangehen und folgen. Leider besteht bei dem Transport mittels Linienflugzeug noch ein weiteres Handicap: Passagierflugzeuge sind beispielsweise für lungengeschädigte Patienten aufgrund des relativ geringen Kabineninnendrucks nicht geeignet.

Ambulanzjet

Unter allen Verkehrsmitteln ist der Ambulanzjet die am besten geeignete Wahl für Flüge auf langer Strecke. Selbst Transkontinentalflüge können problemlos mit einem Ambulanzflugzeug durchgeführt werden. Der Ambulanzjet ist für jeden erdenklichen medizinischen Fall ausrüstbar, auch für eine Intensiv-Betreuung oder für einen Sea-Level-Flug mit erhöhtem Kabineninnendruck. Der Ambulanzjet ist so schnell wie ein Passagierjet und besitzt dieselbe Reichweite, dabei kann er auf kleineren Flugplätzen landen, näher am Patienten und an der Zielklinik. Außerdem ist ein Ambulanzflugzeug wesentlich schneller bei Start und Landung und somit schonend und zeitsparend für die Patienten.

Schneller Krankenrücktransport mit der Deutsche-Privatjet

Ein Krankenrücktransport ist bezüglich der Organisation ein sehr komplexer Vorgang. Dabei muss eine reibungslos funktionierende logistische Kette aus sinnbildlichen Zahnrädern erstellt werden, an der es an keiner Stelle haken darf. Das „Transportgut“ ist schließlich ein meist schwerkranker Mensch. Erfahrung ist hierbei das A und O. Die Deutsche-Privatjet organisiert seit Jahren Krankenrücktransporte aus fast allen Erdteilen dieser Welt, von Krankenbett zu Krankenbett, von Klinik zu Klinik. Die Ambulanzflug-Experten wissen genau worauf es ankommt, damit die Patienten schnell und wohlbehalten in ihrer Heimat ankommen.

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Haben Sie weitere Fragen zum Krankentransport im Ambulanzflugzeug? Viele ausführliche Informationen finden Sie in unseren FAQ.

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