Auch wenn inzwischen die ersten Impfungen durchgeführt werden, wird COVID-19 – auch bekannt als das Coronavirus – noch für eine längere Zeit ein Problem bleiben. Wer positiv getestet wurde, muss sich umgehend in Quarantäne begeben. Für Patienten, die keine oder nur milde Symptome haben, bedeutet dies meist eine vierzehntägige Isolation. Ist die Erkrankung schwerwiegender, muss der Patient in ein Krankenhaus eingeliefert und unter Umständen sogar intensivmedizinisch behandelt werden.

Cessna Citation 525A CJ2

Wenn die Coronavirus-Erkrankung während einer Reise diagnostiziert wird, ist dies oft mit zusätzlichen Problemen verbunden. Kann sich der Patient vor Ort problemlos isolieren? Sind die Verhältnisse im Krankenhaus so, dass eine Behandlung am Aufenthaltsort die beste Option darstellt? Insbesondere bei Auslandsaufenthalten kommt häufig der Wunsch nach einer Rückkehr in die Heimat auf. Doch zum Fahren ist der Weg zu weit, was in den meisten Fällen das Fliegen zum einzig sinnvollen Transportweg macht.

Kein Linienflug mit COVID-19

In einem Linienflugzeug ist es nicht möglich, Coronavirus-Patienten von ihren Mitreisenden zu isolieren. Deshalb wird jede Fluggesellschaft die Mitnahme eines positiv getesteten Reisenden verweigern. Darüber hinaus würde eine solche Flugreise natürlich einen Bruch der Quarantäne darstellen und von den Behörden entsprechend geahndet werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Fliegen mit COVID-19 grundsätzlich unmöglich ist. Je nach medizinischer Situation muss der Flug allerdings in einem Privatjet oder einem Ambulanzflugzeug erfolgen.

Privatjet für Patienten ohne Symptome

Geschäftsreisender im Privatjet

Symptomfreie Patienten benötigen normalerweise keine ärztliche Behandlung. Hier reicht es aus, dass der Patient auch während der Flugreise von seinen Mitmenschen isoliert bleibt. In einem Privatflugzeug ist dies kein Problem, da es ausschließlich für den Patienten bereitgestellt wird. Die Piloten haben keinen Kontakt zu ihrem infizierten Fluggast und auf Servicepersonal in der Passagierkabine wird bei diesem besonderen Flug verzichtet. Um das Flugzeug anschließend wieder für andere Passagiere herzurichten, wird die Passagierkabine akribisch gereinigt und desinfiziert.

Ambulanzflugzeug für einen medizinisch begleiteten Coronavirus-Flug

Wenn der Infizierte Krankheitssymptome aufweist, benötigt er auch während des Flugs medizinische Unterstützung. In diesem Fall ist ein Ambulanzflugzeug das bestmögliche Transportmittel, da hier Bedingungen wie auf der Intensivstation einer modernen Klinik herrschen. Entsprechend kann der Patient lückenlos überwacht und behandelt werden: Beispielsweise wird auf jedem Ambulanzflug medizinischer Sauerstoff mitgeführt, um die Atmung zu unterstützen. Dass ein spezialisierter Flugarzt den Ambulanzflug begleitet, ist ohnehin eine Selbstverständlichkeit.

In schweren Fällen kann das Ambulanzflugzeug auch einen so genannten Sea Level Flug durchführen: Bei einem normalen Flug ist der Luftdruck innerhalb der Kabine niedriger als am Boden und dadurch wird beim Atmen weniger Sauerstoff aufgenommen. Für einen gesunden Reisenden ist dies kein Problem. Doch wenn die Lunge durch COVID-19 ohnehin belastet ist, können sich die Probleme des Patienten durch den niedrigeren Luftdruck verschlimmern. Deshalb kann in einem Ambulanzflugzeug der Kabinendruck durch technische Maßnahmen so erhöht werden, dass er dem Niveau am Boden näher ist – für einige Coronavirus-Patienten eine wichtige Erleichterung.

Neben der optimalen medizinischen Versorgung des Patienten gehört auch der Schutz des medizinischen Personals vor Ansteckung zu einem sicheren Ambulanzflug. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Sicherheit der medizinischen Besatzung zu gewährleisten.

Isolation des Patienten in einem Isolations-System

Isolations-System

Eine Isolations-Einheit kann den Patienten effektiv von der Außenwelt abschotten: Im Inneren des Systems herrscht ein Unterdruck, so dass kein Virus nach außen dringen kann. Über ein Belüftungssystem mit Filter wird die Versorgung des Patienten mit Frischluft sichergestellt, während strategisch platzierte Ports dem medizinischen Team trotzdem die benötigte Handlungsfreiheit bieten.

Ambulanzflug ohne Isolations-System

Die meisten Isolations-Systeme sind auf normale Körpermaße ausgerichtet. Wer also ungewöhnlich groß oder stark übergewichtig ist, kann in einem solchen System nicht transportiert werden. Dazu lässt das Krankheitsbild einiger Patienten die Verwendung eines Isolations-Systems nicht zu.

Zumindest auf kürzeren Strecken ist ein sicherer Ambulanzflug dennoch möglich. Hierfür verwendet das medizinische Team vergleichbare Schutzkleidung, wie sie auch auf den Corona-Stationen in vielen Krankenhäusern eingesetzt wird. Dadurch kann der Patient den Flug auf einer ganz normalen Patientenliege verbringen. Das Ambulanzflugzeug wird im Anschluss an den Flug natürlich gründlich desinfiziert.

Der Weg zum Flughafen

Natürlich muss auch die Anreise zum Flughafen isoliert erfolgen. Es reicht also nicht aus, das eigene Auto, ein Taxi oder gar den Bus zu nehmen. Stattdessen werden Coronavirus-Patienten im Kranken- oder Rettungswagen zum Flughafen gebracht. Schon dort reisen sie entweder in einem Isolations-System oder das medizinische Personal trägt Schutzkleidung. Bei einer solchen Anfahrt ist es nicht notwendig, dass der Patient den Krankenwagen für Check-In-Formalitäten verlässt. Der Krankenwagen kann direkt auf das Vorfeld fahren, wo das Ambulanzflugzeug oder der Privatjet bereits wartet.

Helikopter-Transport auf der Kurzstrecke

Zwar ist das Ambulanzflugzeug für die meisten Routen das sinnvollste Transportmittel, doch in manchen Fällen bietet sich auch der Einsatz eines Ambulanzhelikopters an. Er bietet ähnliche Möglichkeiten zur Isolation und Versorgung des Patienten, kann aber meistens direkt von Krankenhaus zu Krankenhaus fliegen und so den Umweg über einen Flughafen sparen. Durch die geringe Reichweite und die vergleichsweise langsame Fluggeschwindigkeit kommt dieser Vorteil vor allem auf der Kurzstrecke zum Tragen. Auf mittleren und längeren Strecken ist ein Flugzeug immer die schnellere Alternative.

Fliegen mit Coronavirus: Welche Kosten sind zu erwarten?

Taschenrechner mit Reisepass

Das Fliegen mit COVID-19 ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Dementsprechend lassen sich keine pauschalen Angaben zu den Kosten machen. Allerdings erläutern wir Ihnen gerne, welche Faktoren besonderen Einfluss auf den Preis haben:

  • Die Art des Transportmittels: Reicht ein vergleichsweise günstiger Privatjet aus oder muss ein Ambulanzflugzeug eingesetzt werden?
  • Die Flugstrecke: Handelt es sich um einen Kurzstreckenflug oder muss eine größere Strecke zurückgelegt werden?
  • Die medizinische Situation: Kommt ein Isolations-System zum Einsatz? Muss der Patient beatmet werden? Sind andere Maßnahmen erforderlich?
  • Die Dringlichkeit der Anfrage: Ist genug Zeit, um auf eine günstige Verfügbarkeit zu warten oder soll der Flug schnellstmöglich stattfinden, auch wenn dafür ein längerer Positionierungsflug nötig ist?

Wenn Sie einen Flug für einen Coronavirus-Patienten benötigen, besprechen wir mit Ihnen gerne die vorliegende Situation und nennen Ihnen anschließend einen verlässlichen Richtpreis.

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